Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung gewinnt die visuelle Kommunikation zunehmend an Bedeutung und es wird immer wichtiger, einen kritischen Umgang mit Bildern zu entwickeln. Im Bachelor-Studiengang Visuelle Kommunikation und digitale Räume steht die reflektierte Entwicklung von Bildbotschaften für alltägliche und spezialisierte Kommunikationskontexte im Mittelpunkt. Das Ziel dieses Studiengangs ist es, die Fähigkeit zu erlangen, visuell wahrnehmbare Botschaften zu konzipieren, zu beurteilen und bewusst anzuwenden. Dabei spielt das Abweichen von tradierten Bildern eine zentrale Rolle in der Praxis der visuellen Kommunikation. Um diese Ziele zu erreichen, werden den Studierenden handwerkliche, technische, künstlerische und analytische Fähigkeiten vermittelt, während ihnen gleichzeitig modern ausgestattete Atelierräume und Werkstätten zur Verfügung stehen. Die Studierenden können zwischen den beiden Vertiefungsrichtungen «Visuelle Kommunikation» und «Digitale Räume» wählen. Diese unterschiedlichen Schwerpunkte ermöglichen es ihnen, ihre Fähigkeiten in einem spezifischen Bereich zu vertiefen und ihre individuellen gestalterischen Interessen gezielt zu verfolgen.

The Metaverse, eine digitale und interaktive Umgebung.

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Bildungsinstitut

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW > Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel FHNW

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Abschluss

Bachelor Fachhochschule FH

Sprache

Deutsch

Englisch

Bemerkungen zur Sprache

Deutsch oder Englisch

Dauer

3 Jahre, Vollzeitstudium

Bei der Bewerbung für den Studiengang können die Studierenden zwischen zwei Vertiefungen wählen: «Visuelle Kommunikation» und «Digitale Räume». Die unterschiedlichen Schwerpunkte ermöglichen es ihnen, ihre gestalterischen Interessen gezielt zu verfolgen und ihre Kompetenzen in einem spezifischen Bereich auszubauen. Nach einem zweisemestrigen, intensiven Grundstudium entwickeln sie im Hauptstudium durch individuelle Projektarbeiten zunehmend ihre eigene gestalterische Haltung.

Vertiefung Visuelle Kommunikation

Diese Vertiefung richtet sich an Studierende, die ihr gestalterisches Interesse auf Entwurfsverfahren konzentrieren möchten, die aus analogen Kulturtechniken abgeleitet sind. Hier können sie ihr kreatives Potenzial durch bewährte Gestaltungsprinzipien und -methoden weiterentwickeln. Im Mittelpunkt stehen das Konzipieren, Entwerfen und Analysieren von Kommunikationsmitteln für print- und bildschirmbasierte Medien. Die Studierenden arbeiten mit klassischen Verfahren wie Zeichnung, grafischem Formulieren, Fotografie, typografischer Komposition und Schriftentwurf sowie deren digitalen Entsprechungen in diversen Softwaretools. Inhalte sind unter anderem Narration, Corporate Identity, Buchgestaltung, Editorial Design, Informationsdesign, Critical Design, Bewegtbild, Animation und Interfacegestaltung. Dabei reflektieren die Studierenden den analytischen Umgang mit etablierten Bildsprachen und erproben zugleich die Wirkung neuer, experimenteller visueller Ausdrucksformen.

Studienplan Vertiefung Visuelle Kommunikation

Vertiefung Digitale Räume

Diese Vertiefung widmet sich der Gestaltung digitaler Kommunikationsräume. Technologische Entwicklungen dienen dabei als Inspirationsquelle für die Erkundung neuer gestalterischer Möglichkeiten. Dabei findet eine über die gängigen Standard-Softwaretools hinausreichende Auseinandersetzung statt. Die technologischen Errungenschaften der Human-Computer-Interaction, der digitalen Animation, der generativen Gestaltung, des Creative Coding, der Augmented oder Virtual Reality etc. sind Ausgangspunkte für die Konzeption und Gestaltung von Botschaften in den digitalen Kommunikationsumgebungen. Inhalte sind unter anderem UX/UI, Motion Design, Datenvisualisierung, Digital Identity, Critical Media, räumliche Inszenierung, Generative Tool Making, Physical Computing und Game Design. Mit diesen breiten als auch vertieften Kenntnissen sind die Studierenden in der Lage, technologische Neuerungen aufzugreifen und modellhaft im Kommunikationskontext einzusetzen.»

Studienplan Vertiefung digitale Räume

Zulassung

Für die Zulassung zum Zulassungsverfahren für die Studiengänge im Bereich Design (Industrial Design/Industriedesign, Innenarchitektur und Szenografie, Mode-Design, Prozessgestaltung am Hyperwerk, Visuelle Kommunikation und digitale Räume) wird in der Regel einer der folgenden Abschlüsse vorausgesetzt:

  • eine eidgenössisch anerkannte Berufsmaturität
  • eine eidgenössisch anerkannte gymnasiale Maturität
  • eine eidgenössisch anerkannte Fachmaturität
  • der Nachweis einer anderweitig erworbenen, gleichwertigen Ausbildung auf der Sekundarstufe II

Arbeitswelterfahrung oder Gestalterisches Propädeutikum

Zusätzlich ist der Nachweis einer mindestens einjährigen Arbeitswelterfahrung oder der Besuch eines einjährigen Gestalterischen Propädeutikums erforderlich. Die Arbeitswelterfahrung muss berufspraktische und -theoretische Kenntnisse in einem mit der Studienrichtung verwandten Beruf vermitteln.

Die Liste der anerkannten Berufe finden die Teilnehmenden hier.

Der Nachweis einer Arbeitswelterfahrung oder eines Gestalterischen Propädeutikums ist nicht erforderlich für Kandidaten, die eine Berufsmaturität mit einer Grundausbildung in einem mit der Studienrichtung verwandten Beruf oder eine eidgenössisch anerkannte Maturität mit Schwerpunkt Bildnerisches Gestalten oder eine Berufsmaturität gestalterischer Richtung nachweisen können. Der Abschluss muss nicht zwingend in einem mit der Studienrichtung verwandten Beruf erfolgt sein.

Nachholen der Berufsmaturität

Kandidat:innen ohne abgeschlossene Ausbildung von mindestens drei Jahren auf Sekundarstufe II haben keinen gesetzlichen Anspruch auf Zulassung zum Bachelor-Studium.

Informationen für vollzeitliche oder berufsbegleitende Ausbildungsgänge der technischen, gestalterischen und gewerblichen Berufsmaturität geben die örtlichen Berufsschulen.

Zulassung aufgrund besonderer Begabung (‹sur dossier›)

Bei Bewerbenden mit einer ausserordentlichen gestalterischen Begabung kann ausnahmsweise von einer Vorbildung auf Sekundarstufe II für die Zulassung zur Eignungsabklärung und Studium abgesehen werden, wenn eine besondere Begabung für das Berufsfeld vorliegt, eine mehrjährige Berufstätigkeit oder Weiterbildung nachgewiesen werden kann.

Anforderungen

Ob jemand fähig und motiviert genug ist für ein Studium in Visueller Kommunikation, wird in einem speziellen und anspruchsvollen Aufnahmeverfahren geklärt. Die wichtigsten Elemente dieser Eignungsabklärung sind vorgängig eingereichte Arbeiten (Arbeitsmappe, Portfolio), eine Hausaufgabe sowie ein Eignungsgespräch beziehungsweise eine Aufnahmeprüfung. Je nach Schule, Institut und Studienfach werden diese Elemente unterschiedlich kombiniert.

Berufliche Perspektiven

Welche Tätigkeitsfelder stehen nach diesem Studium offen?

Testimonials Visual Communication and Digital Spaces